Ab sofort möchten wir Ihnen bei DenkZeit die deutsche Buchlogger-Szene etwas näher vorstellen. Den Anfang machen Janna und Kerstin von KeJasWortrausch.


Was war die Motivation für den Start Ihres Buchblogs?

Das war ein fast spontanes Vorhaben. Kerstin und ich haben uns über ein Buchportal kennen gelernt und waren immer mal wieder zu Besuch auf verschiedenen Blogs und haben immer damit geliebäugelt – alleine jedoch wagte keine von uns den Schritt. Bei einem Telefonat von uns gab ein Wort das andere und plötzlich hatten wir einen Blog! Zunächst waren wir als „KeJas-BlogBuch“ zu finden, aber Anfang 2020 haben wir uns in „KeJas Wortrausch“ umbenannt.

Mit welchem Buch ist das Blog gestartet?

Natürlich gibt es ein Buch das als Erstes den Weg auf unseren Blog fand, aber eigentlich darf unser Anfang ausgeklammert werden. Wir haben einfach eine Vielzahl unserer Rezensionen von einer Buchcommunity auf unseren Blog kopiert.

Wie viele Bücher lesen Sie im Monat, und wie viele davon werden im Buchblog davon besprochen?

Der Monatsschnitt ist unterschiedlich, aber meiste lese und höre ich ungefähr acht Geschichten. Irgendwie habe ich den Drang auch viele davon auf dem Blog vorzustellen, besonders die Print-Formate. Entweder als Rezension oder Kurzmeinung (3 Geschichten – 3 Eindrücke) und da auch Bücher in Film- und Serienformat, sowie Filme und Serien ohne Buchvorlage vorgestellt werden (#DasBewegteWort), fallen andere Geschichten sozusagen weg. In unseren Monatsrückblicken, gehen wir aber mit wenigen Sätzen auf all die gelesenen und gehörten Geschichten ein.

Welche Genre werden im Blog besprochen?

Wir beide sind relativ offen was das Genre angeht. Einzig Liebes- oder Erotikromane finden so gut wie nie den Weg zu uns, da diese Geschichten uns nicht reizen.

Gibt es ein Buch, das zwei Mal besprochen wurde, bzw., das man eigentlich noch einmal besprechen sollte?

Gerade durch unsere Kategorie „1 Geschichte – 2 Meinungen“ finden oft Bücher einen doppelten Weg auf unseren Blog, da wir beide das Buch gelesen und vorgestellt haben.

Welche drei Bücher muss man unbedingt gelesen haben?

Ich finde es äußert schwer, hier Titel zu nennen! Zum einen wollen diese ganz bewusst ausgewählt werden und zum anderen ist es nur mein kleiner selektiver Tipp. Viel wichtiger finde ich, Leser:innen für bestimmte Themen zu begeistern, zu sensibilisieren oder einfach neugierig zu machen.

Welche drei Bücher muss man NICHT gelesen haben?

Oh da gibt es einige die ich abgebrochen habe, andere aber wiederum begeistert ausgelesen haben. Was für mich absolut nicht geht sind die toxischen Beziehungen die romantisiert werden, wie z.B. im ersten Trinity-Band. Bücher die voller möglicher Trigger sind, ohne darauf hinzuweisen sind ebenso ein No-Go, wie Geschichten die Gewalt als Spannungselement nutzen und sich nicht (sensibel) damit auseinander setzen oder bestimmte Themen einarbeiten, ohne sich im Verlauf damit auseinander zu setzen.

Sind Sie mit anderen Buchbloggern vernetzt? Wie sieht die Buchblog-Community aus?

Vernetzt auf jeden Fall! Online wie offline, besonders auf den Buchmessen. Wie die Community aussieht lässt sich schwer in wenige Worte fassen! Natürlich gibt es die große Bookbubble, aber daraus ergeben sich eine Vielzahl kleinere Grüppchen, die sich voneinander unterscheiden. In meiner kleinen Nische gehen wir offen und ehrlich miteinander um, aber es gibt auch Leser:innen die sich schwer damit tun, wenn ihre Lieblingsbücher stark (und laut) kritisiert werden. Hier ein paar Sätze zu finden, die die gesamte Buchblog-Szene beschreibt, fällt mir persönlich einfach schwer, da diese Community so unterschiedlich ist, wie die Vielzahl an Büchern auf dieser Welt!

Wie steht es um das Verhältnis zwischen Buchbloggern und dem klassischen Feuilleton? Und wie werden Buchblogger von Verlagen gesehen?

Dazu kann ich ehrlich gesagt nicht viel sagen, denn ich unterteile lesende Menschen nicht in Kategorien und mache mir auch wenig Gedanken dahingehend. Was die Verlage betrifft, gibt es viele denen die Wichtigkeit von Blogger:innen bewusst ist. Kleinverlage orientieren sich an Interessen und nicht der Followerzahlen. Manche Großverlage sind dahingehend auch offen, aber bei großen Aktionen und der Mehrheit an Überraschungspost, werden in erster Linie dementsprechende Blogs und Accounts ausgewählt, die auch eine große Zahl vorweisen können. Dann gibt es aber auch noch das #SPbuch; die unabhängigen Autor:innen die leider zu oft vergessen werden, ebenso

Was ist der eigentliche Unterschied zwischen Buch, E-Book und Hörspiel?

Zwischen Buch und ebook gibt es für mich persönlich den kleinen aber feinen Unterschied des Umblättern und der taktilen Wahrnehmung. Ich bevorzuge ein Print, weil ich es anders in die Hand nehme, weil es einen wunderschönen Duft hat und sich zu Hause in den Regalen einfach wunderschön macht! Das Hörbuch unterscheidet sich von diesen beiden Formaten in der Handhabung – während ich beim Print und ebook einzig mit der Geschichte beschäftigt bin, kann ich mit einem Hörbuch das ungeliebte mit dem Schönen verbinden: Putzen, Sport, aber auch Gartenarbeit, Spaziergänge und ähnliches. Beim Hörspiel erhalte ich neben der Geschichte auch musikalische Untermalung, verschiedene Sprecher:innen und dadurch ein umfassendes Hörerlebnis – ja, ich liebe Hörspiele.


Quelle: KeJas Wortrausch

Ein paar Worte über die Bloggerin:
Ich heiße Janna und gemeinsam mit Kerstin habe ich einen Gemeinschaftsblog. Oft erscheinen Beiträge als „KeJa“, die wir zusammen verfasst haben, aber auch einzelne Artikel sind dort zu finden. Wir sind beide Berufstätig, leben in Beziehungen, sind Mütter und haben Fellnasen an unserer Seite.

KeJas Wortrausch

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