Unsere kleine Serie, in der wir deutschsprachige Buchblogger vorstellen, geht weiter. Diesmal haben wir Ruth Justen von Ruth liest unsere 10 Fragen gestellt.

Zehn bis zwölf Bücher werden im Monat von Ruth Justen auch im Schnitt gelesen, aber nur die empfehlenswerten unter ihnen finden am Ende den Weg in ihr Buchblog. Bücher von Sebastian Fitzek wird man wahrscheinlich aber vergebens dort suchen.


Was war die Motivation für den Start Ihres Buchblogs?

Seit meiner Kindheit reise ich per Literatur durch die Welt und die Weltgeschichte. Da nur wenige Menschen in meinem Umfeld diese Leidenschaft teilten, wollte ich mich beim Start im April 2011 im Internet nach weiteren Bücherwürmern umschauen, um mich mit ihnen austauschen zu können.

Mit welchem Buch ist das Blog gestartet?

Die erste Besprechung auf dem Blog galt dem Roman „Die Predigt von La Victoria“ des argentinischen Schriftstellers Eduardo Belgrano Rawson.

Wie viele Bücher lesen Sie im Monat, und wie viele davon werden im Buchblog besprochen?

Ehrlich gesagt, ist das sehr unterschiedlich. Im Durchschnitt lese ich zehn bis zwölf Bücher pro Monat. Da ich auf dem Blog vorwiegend Bücher vorstelle, die ich im weitesten Sinne empfehlen kann, landen vielleicht vier oder fünf, manchmal auch nur zwei, pro Monat auf meinem Literaturblog.

Welche Genres werden im Blog besprochen?

Meine besondere Leidenschaft gilt hoher Literatur nationaler wie internationaler Autoren, die tiefere Einblicke in Geschichte und Gesellschaft des jeweiligen Landes ermöglichen.

Gibt es ein Buch, das zwei Mal besprochen wurde, bzw., dass man eigentlich noch einmal besprechen sollte?

„Die Stille“ – ein preisgekröntes Buch von Reinhard Jirgl, gehört zu den wenigen Büchern auf meinem Blog, denen ich so gar nichts abgewinnen konnte. Das sollte ich zumindest nochmal lesen und dann eventuell auch neu besprechen.

Welche drei Bücher muss man unbedingt gelesen haben?

  • Rohinton Mistry (Indien): Das Gleichgewicht der Welt (Fischer Verlag)
  • Assaf Gavron (Israel): Ein schönes Attentat (Luchterhand Literaturverlag)
  • Szepan Twardoch (Polen): Morphin (Rowohlt Berlin)

Welche drei Bücher muss man NICHT gelesen haben?

Alle Bücher von Sebastian Fitzek.

Sind Sie mit anderen Buchbloggern vernetzt? Wie sieht die Buchblog-Community aus?

Das ist ja das Wunderbare an der Buchbloggerszene: Sie ist sehr gut vernetzt und aktiv. Zwei Mal im Jahr – zur Leipziger und zur Frankfurter Buchmesse – schaffen die meisten von uns es, sich persönlich zu treffen zusätzlich zum permanenten Austausch online.

Wie steht es um das Verhältnis zwischen Buchbloggern und dem klassischen Feuilleton? Und wie werden Buchblogger von Verlagen gesehen?

Verlage akzeptieren inzwischen durchgängig Buchblogger, weil nicht nur die Qualität längst stimmt, sondern einige wenige Buchblogger sensationelle Reichweiten aufweisen können. Aus den Feuilletons höre ich unterschiedliche Stimmen: Einige belächeln nach wie vor Buchblogger, andere schätzen sie als selbstverständliche Mitglieder der Buch-Community.

Was ist der eigentliche Unterschied zwischen Buch, E-Book und Hörspiel?

Bei Büchern und E-Books kann ich mein Kopfkino selbst drehen. E-Books haben zusätzlich den Charme, dass ich sie immer an der Frau habe.


Ein paar Worte über die Bloggerin:

Foto: Stefan Hoyer

Lesen ist für mich leben. Schreiben ist als freie Journalistin, freiberufliche Pressesprecherin und Social Media Managerin die Grundlage für meine Arbeit. Warum also nicht über die mir wichtigen Bücher schreiben und mich mit anderen Viellesern über die jeweilige Lektüre austauschen? Unter dem, zumindest für eine Leipzigerin passenden Titel, „Ruth liest“ führe ich seit April 2011 einen Literaturblog mit mittlerweile mehr als 400 Buchempfehlungen vor allem zu aktuellen Büchern, die mich mitnehmen auf literarische Reisen um die Welt.

Ruth liest

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