Seit 2011 bloggt die Journalistin Constanze Matthes Buchkritiken auf ihrem Blog Zeichen & Zeiten, wir haben ihr unser 10 Fragen gestellt.

Was war die Motivation für den Start Ihres Buchblogs?

Bevor ich mit meinem Blog im Herbst 2011 gestartet war, habe ich auf einem Verbraucherportal Buchtipps gegeben. Meine Intention war es schon damals, Bücher, die mich beeindruckt haben, die ich sehr gern gelesen habe, zu empfehlen. Dann kam die Idee des Blogs, der mittlerweile auch eine Art Lesechronik ist. Ich möchte ihn einfach nicht mehr missen, er ist ein wichtiger Teil von mir selbst.

Mit welchem Buch ist das Blog gestartet?

Die erste Besprechung gab es am 19. November 2011 zu „Chronic City“ von Jonathan Lethem. In der Anfangszeit habe ich dann und wann auch Glossen geschrieben.

Wie viele Bücher lesen Sie im Monat, und wie viele davon werden im Buchblog davon besprochen?

Das ist unterschiedlich und kommt auf den Umfang der Bücher sowie die Lesezeit, die mir zur Verfügung steht, an. Aber durchschnittlich sind es schon sechs bis acht Bücher, die ich pro Monat lese. Ich versuche, jede Woche ein bis zwei Titel zu besprechen.

Welche Genres werden im Blog besprochen?

Vorwiegend Romane, ab und an ein Sachbuch und Lyrik. Geografisch gesehen, bin ich ein großer Fan der skandinavischen Literatur, doch auch der deutschsprachigen Literatur und der Nordamerikas gilt mein besonderes Interesse. Aber das Spannende ist ja, wie sich der Geschmack mit der Zeit wandelt. Mittlerweile schaue ich auch Richtung Niederlande, Spanien, Frankreich sowie Osteuropa. Außerdem   habe ich ein Faible für Krimis und möchte auch mehr Science-Fiction lesen.

Gibt es ein Buch, das zwei Mal besprochen wurde, bzw., dass man eigentlich noch einmal besprechen sollte?

Nein, denn ich muss gestehen, dass ich ein Buch nur sehr selten zweimal lese, und das wäre eine wichtige Bedingung, um es ein weiteres Mal vorzustellen, wie ich finde.

Welche drei Bücher muss man unbedingt gelesen haben?

Das ist eine Frage, die gar nicht so einfach zu beantworten ist. Ich könnte viel mehr Bücher empfehlen, und ich finde, dass jeder sich seine ganz persönliche Lesebiografie im Laufe der Jahre zusammenstellen und sich auch nicht von einem Kanon leiten lassen sollte. Selbst wenn man ganz automatisch zu gewissen Klassikern greifen wird. Während meines Studiums musste ich eine Lektüreliste abarbeiten. Ich bin froh, dadurch bekannte Titel gelesen zu haben. Allerdings welche Bücher habe ich dadurch nicht gelesen?

Welche drei Bücher muss man NICHT gelesen haben?

Bücher, die schlecht und ohne Leidenschaft geschrieben worden sind.

Sind Sie mit anderen Buchbloggern vernetzt? Wie sieht die Buchblog-Community aus?

Ja, ich habe sehr gute Kontakte zu anderen Buchbloggern, die ich nicht mehr missen möchte. Ich freue mich, sie auf einer Buchmesse oder anderen Veranstaltungen von Angesicht zu Angesicht zu sehen oder mich mit ihnen im Netz auf unterschiedlichen Wegen über Literatur auszutauschen. Ich glaube, das ist auch wichtig, um über den Tellerrand zu schauen. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass die Gemeinschaft auch sehr vielschichtig ist und es ist unterschiedliche Kreise gibt.

Wie steht es um das Verhältnis zwischen Buchbloggern und dem klassischen Feuilleton? Und wie werden Buchblogger von Verlagen gesehen?

Das Verhältnis zwischen Buchbloggern und dem Feuilleton hat verschiedene Seiten. Es gibt mittlerweile Blogger, die mittlerweile für bekannte Medien Besprechungen schreiben. Wenn auch noch immer manche Kritiker die Blogger-Szene belächeln und damit auch nicht deren Vielfalt und den eigenen Anspruch von ernst zu nehmenden Bloggern erkennen wollen, wie ich mit Bedauern feststelle. Auch bei den Verlagen ist das unterschiedlich. Obwohl das Gros der Verlage vermehrt den Kontakt zu Blogger sucht und pflegt, um Bücher und Autoren in der Öffentlichkeit bekannt(er) zu machen.

Was ist der eigentliche Unterschied zwischen Buch, E-Book und Hörspiel?

Da mein Interesse bisher nur dem Buch gilt, kann ich darauf keine adäquate Antwort geben. Ich denke, aber dass die Lektüre eines gedrucktes Buch noch immer prägender ist.

Ein paar Worte über die Bloggerin:

Foto: Nicky Hellfritzsch

Constanze Matthes, 1977 in Großenhain/Sachsen geboren, galt schon als Kind als buchverrückt. Nach ihrem Abitur zog es sie nach Norwegen, wo sie als Au Pair tätig war. Sie studierte im Anschluss Germanistik, Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie Theaterwissenschaft in Leipzig. Heute lebt und arbeitet sie als Redakteurin in Naumburg/Saale (Sachsen-Anhalt). Sie liebt Jazz, Kino, das Meer und den Norden. Seit 2011 bloggt sie auf Zeichen & Zeiten.

Zeichen & Zeiten

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