Der Steg, auf dem wir zueinander gelangen konnten,
ist schmal geworden.
Wir wohnen auf verschiedenen Seiten der Brücke,
darunter nichts als der Himmel.

Das Band, das wir um unsere Herzen geschlungen hatten,
ist dünn geworden.
Damals konnte es das Licht der Sonne halten,
nun ist es stumm.

Du bist schon weit.
Nur manchmal gehst du einen Schritt zurück,
und ich höre dich noch.

Wenn du gegangen bist,
werde ich das Schweigen deiner Stimme
in meinem Herzen aufstellen.


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(aus: Anke Höhl-Kayser, Stille wird hörbar wie ein Flüstern)