Als die Nazis beinahe Churchill töteten

Winston Churchill war ein Kriegsherr der alten Schule, immer nahe an der Front. Das wurde ihm beinahe zum Verhängnis.

Einer meine Lieblingsfilme ist seit langem Der Adler ist gelandet, der Verfilmung eines Jack Higgins‚ Roman aus dem Jahre 1976. Michael Caine spielt dort einen deutschen Luftwaffenoberst der kurz vor Kriegsende den Auftrag erhält mit einem Kommandounternehmen an der britischen Küste Winston Churchill zu entführen oder zu ermorden. Ein spannungsgeladener Film, der mich zum lebenslangen Fan von Michael Caine, Donald Sutherland und auch Higgins selbst machte.

Higgins ließ sich von der Befreiung des abgesetzten italienischen Diktators Mussolini inspirieren, einem wahren Ereignis. Seine eigene Geschichte jedoch war natürlich durch und durch fiktiv.

Und doch ist eines der weniger bekannten Ereignisse des 2. Weltkriegs die Tatsache, das Winston Churchill tatsächlich einmal fast einem Angriff der Wehrmacht zum Opfer gefallen wäre. Und zwar nicht bei einem der deutschen Luftangriffe auf London, sondern an der Front. Gegen Ende des Krieges, als britische und amerikanische Truppen den Rhein überquerten.

Churchill hatte vor seiner Karriere als Politiker selbst lange in der Armee gedient. Im Burenkrieg ebenso, wie im 1. Weltkrieg. Und auch im 2. Weltkrieg war er oft an der Front, um sich dort ein persönliches Bild zu machen. Und so eben auch an jenem fast verhängnisvollen Tag 1945, von dem der Historiker Mark Felton zu berichten weiß: