Angkor Vat – Gebaut für die Ewigkeit

Die Tempelanlagen im kambodschanischen Dschungel gehören längst zu den ikonischen Meisterwerken der Menschheit. Sie sind Stolz ihres Landes und Einnahmequelle zugleich.

Angkor verteilt sich über 200 Quadratkilometer hinweg, zentraler Kern der Tempelanlage ist unbestritten Angkor Vat. Fast 40 Jahre ließ der Khmer-König König Suryamvarman II an diesem gigantischen Tempel bauen, den er nach Fertigstellung der hinduistischen Göttin Vishnu weihte. Als sich die Khmer im 12. Jahrhundert dem Buddhismus zuwendeten, bekam der Tempel seinen Namenszusatz „Vat“, „Tempel“.

Zu den tausenden Touristen, die Angkor Vat inzwischen jährlich besuchen, und dem von der Gewaltherrschaft der Roten Khmer und dem Bürgerkrieg geschundenem Kambodscha dringend notwendige Devisen bringen, gehört vor einiger Zeit auch Dr. Ronald Kasten, er hat uns diese Fotos zur Verfügung gestellt, um einen Eindruck von der Schönheit dieses Ortes zu bekommen:

  

Angkor war das Zentrum des Reiches der Khmer, das zwischen dem 9. und 14. Jahrhundert auch die Region beherrschte. In diesen Jahrhunderten bauten sie auch die Tempelanlagen als mächtige Hinterlassenschaft für ihre Nachkommen, die noch heute den größten Bevölkerungsanteil in Kambodscha bilden. Ihr ursprüngliche Widmung an hinduistische Gottheiten sieht man vielen der Ruinen auch heute noch an, denn erst unter König Jayavaram III wandte sich das Volk dem Buddhismus zu.

Zwei Jahrhunderte später begann ihr Untergang, als die Thai das Reich eroberten und sich in den folgenden Jahrhunderten mit den Vietnamesen um die Vorherrschaft in der Region stritten. Weite Teile des heutigen Vietnams gehörten damals noch zu den Khmer-Gebieten, die erst im 17. Jahrhundert endgültig vietnamesisch wurden. Später wurde das Königreich französisches Protektorat, schließlich Bestandteil der französischen Kolonie Indochina. 1953 erreichte Kambodscha seine Unabhängigkeit, wurde aber 20 Jahre später von der Terrorherrschaft der Rothen Khmer erschüttert.

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