Als ich mein erstes Handy mit Kamera aufgeschwatzt bekommen habe, zeigte mir plötzlich das Display, vom Blitz erhellt, mein Konterfei. Eine weitere Tür des Gestaltens stand vor mir offen. Häufig missverstanden trat ich ein.

Als ich von dem Thema „der neue Mensch“ erfuhr war ich irritiert und interessiert. Und wieder stand eine Tür offen…

Spontan fiel mir in Bezug auf den Film „Highlander“ das Zitat, „es kann nur einen geben“, ein.

Parallel bauten sich Bilder von Computerentwicklung, Robotreality, Siri und anderen vor Jahrzehnten belächelten „Science Fictions Phantasien“ auf, während ich auf meinem Miniaturflachbildschirmkommunikations-computer diese Gedanken visualisierte.

Da nun diese visionäre menschliche Neugestaltung, ganz gleich welcher Art, von Menschengeist und Menschenhand gestaltet sein wird und wie im Buch der Bücher geschrieben sein soll, dass der Mensch die Krönung der Schöpfung sei, dann „Gnade uns Gott“ wenn man in Betracht zieht was der Mensch im Wandel der Zeiten aus „der Schöpfung“ gemacht hat.

Versöhnlich bleibt, dass die kreAktive Nutzung der modernen Technologien und ihrer Weiterentwicklung nicht verpflichtend der biblischen Beherrschung der Schöpfung dienen muss, sondern auch augenzwinkerndes in sich ruhendes in Schwarz/Weiß hervor bringen kann…

Blitzlicht aus dem Irgendwo

Es war wieder ein langer Abend. Die Bierflasche wollte nicht leer werden. Keiner sprach ein Wort. Nur sein gleichmäßiges ein- und ausatmen erfüllte geräuschvoll den Raum.
Das Taschenbuch welches vor ihm lag war auch schon in die Jahre gekommen, wie vieles um ihn herum. Ständig wurde er daran erinnert, dass die Zeit dahin floss, in Richtung Zukunft. Da schossen plötzlich, grellem Scheinwerferlicht gleich, die wilden Fiktionsbilder durch den Raum, jene Bilder die tausendfach irgendeine Zukunft beschrieben, in der Vergangenheit erdacht, verlacht, von der Zukunft verschlungen, von Jetzt überholt und immer wieder neu ersponnen.

Die Frage, wie er sie in Abänderung des Originals, sich schmunzelnder gerne selbst stellte,

„Sein oder nichts sein?“,

war jetzt nicht von Bedeutung. Er trank sein Bier auf, schaltete das Licht aus und hatte den Beschluss gefasst schlafen zu gehen.


„Zwei Seelen hausen halt in meiner Brust,
die eine ruht,
die andre will eifrigst sich verrennen.
Die eine lebt im Jetzt,
liebt Waldeslust,
die andere, voll außer Atem,
Morgen erschaffen,
nichts erkennen.“
Frei nach Johann Wolfgang usw., phantasiert am 28.01.2019, kurz nach 07:00 Uhr und im Weiteren beim ergooglen folgenden Zitates,

„Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn…“ (Mose 1:26-27)

der Frage verfallen , ob das wirklich eine so gute Idee gewesen war…


Genießen Sie diese Formulierungen, die nur ein geringes Beispiel der wissenschaftlichen wie pseudowissenschaftlichen Begriffskomplexe in Bezug zum Thema „Neuer Mensch“ widerspiegeln:

Transhumanistische Zukunftsvisionen

Biotechnologische vollständige Transformation

nicht-direktiver, personenzentrierter Ansatz

Nein, mir ist nicht danach mich lustig zu machen, zumal mir so einfache Worte wie Liebe, Nächstenliebe, Mitgefühl, Traurigkeit, Lachen nicht in den Sinn kommen, während ich nach dem „Neuen Mensch“ Ausschau halte.
Neben der philosophischen Suche nach dem „Neuen Menschen“, hat sich mit enormen Investitionen die Forschung der Robotertechnologie etabliert und die Realisierung der Androiden scheint näher den je. Biotechno-logische Kumpane staksen durch klinisch sterile Hallen in denen Jetztmenschen Gott spielen,
während draußen vor der Tür
Menschen hungern und frieren…
….und Schulen verfallen.

Ach ja, für knapp unter 3000 Euro können Sie in einem 18tägigen Kurs, in niveauvoller Loungeatmosphäre, ein „Neuer Mensch“ werden.

PS: es gibt auch Frühbucherrabatt

Bernhard Schlafke

Als Künstler ist Bernhard Schlafke in vielen Feldern unterwegs. Bei DenkZeit stellt er seine Bilder aus den unterschiedlichsten Malereirichtungen vor. Eine Leidenschaft, der er nun schon seit Jahrzehnten nach geht, und die er etwa in der von ihm ins Leben gerufenen KreAktivWerkstatt in Dülmen auch an andere weitergab. In diesem Fall ebenfalls im Rahmen eines Projektes der offenen Jugendarbeit seiner Heimat.
Bernhard Schlafke

Letzte Artikel von Bernhard Schlafke (Alle anzeigen)