Editorial: Brücken

Diese erste Ausgabe von DenkZeit.net soll eine besondere Ausgabe sein. Symbolträchtig. Interessant. Ansprechend. Hoffentlich episch. Und sicher mit einem Thema, welches unser Anliegen für diese Zeitung an sich zusammenfasst.

Wir sind ein Team aus Amateur- und Profi-Autoren, die in verschiedenen Ländern, Kulturkreisen und auf verschiedenen Kontinenten tätig sind. Mit dieser dreisprachig konzipierten Zeitung möchten wir Leser aus aller Welt ansprechen, Kulturen näher bringen, Gemeinsamkeiten hervorheben und Verbindungen schaffen. Darum liegt es uns am Herzen, dass das erste Thema von DenkZeit.net „Brücken“ heißt.

Brücken sind selbst Orte der Begegnung

Brücken sind Konstruktionen, welche geografisch getrennte Orte miteinander verbinden. Sie schaffen Wege und Zugänge, wo vorher keine waren. Brücken sind Hilfen zur Kontaktaufnahme, zum Austausch. Brücken sind selbst Orte der Begegnung.

Brücken waren schon immer strategisch wichtige Konstruktionen der Infrastruktur für große – und erfolgreiche – Imperien. Holzkonstruktionen überwanden schon drei Jahrhunderte vor Christus systematisch Flüsse und Kanäle im Chinesischen Reich. Die Römer entwickelten die Brücke, so wie wir sie heute kennen, mit Brückenkopf und aus beständigem Material wie Stein oder gebrannten Ziegeln. Die Inkas knüpften Seile aus Gras und flochten Hängebrücken über tiefe Schluchten und reißenden Flüssen, um so den Zugang zu den Provinzen zu sichern. Damals waren es Personen und Güter, die auf den Wegen und Brücken verkehrten. Heute spricht man neben dem Personen- und Güterverkehr auch vom Datenverkehr. Auch dieser bedarf einer guten Infrastruktur, eines guten Verkehrsnetzes. Datenverkehr ist jedoch nichts anderes als Informationsaustausch, sprich: Kommunikation. Die bekannteste Art der Kommunikation, wenn auch beileibe nicht die einzige, ist Sprache. Und Sprache selbst bildet eine Verbindung, eine Brücke vom Einen zum Anderen, vom ich zum Du.

DenkZeit.net soll selbst eine Brücke sein, es soll Getrenntes verbinden, Wege und Zugänge zu Kulturen und Menschen schaffen, den Austausch fördern. Wir sehen die Zeitung selbst als einen Ort der Begegnung: Autoren aus verschiedenen Ländern treffen hier auf Leser aus der ganzen Welt. Wir möchten Ihnen hier mit dieser Zeitung, auf diesem Kommunikationsweg, auf dieser sprachlichen Brücke begegnen. Wir laden Sie ein, zu stöbern, zu lesen, zu kommunizieren, kennenzulernen. Schenken Sie uns ein wenig von Ihrer DenkZeit, so dass wir geographisch voneinander getrennte Menschen verbinden können und gemeinsam Zeit zum Lesen, Schreiben und Denken verbringen können.

Wir glauben an eine Welt, in der wir Menschen Grenzen überwinden und Gemeinsamkeiten hervorheben. Wir glauben an den Menschen, an seine Würde, an seine Güte. 

Wir glauben an Sie, lieber Leser.