Sie waren keine Götzendiener. Sie glaubten nur an die Existenz eines einzigen Gottes und den nannten sie den großen Kapitän des Himmels. In Filmen und Geschichten hat man sie verteufelt, aber sie waren die Besitzer der Länder im Süden der Vereinigten Staaten und auch m Norden von Mexikos.

Es waren Jäger. Die Jagd bestimmte ihr Leben. Davon ernährten und kleideten sie sich. Mit ihren Lederwaren betrieben sie Handel und bauten ihre Unterkünfte in der typischen Kegelform, dem „Tipi“ um sich für die Nacht einzurichten. Sie waren Halbnomaden…

…die immer mit ihren Familien übers Land zogen. Ihre Waffen waren genügsam. Pfeile und Speere. Solange, bis der weiße Mann, so nannten sie ihn, kam. Von jetzt an bewaffneten sie sich mit Gewehren. Da begann die Korruption. Streit zwischen verschiedenen Stämmen brach aus. Es gab drei sehr wichtige Krieger. Indianer Ju, Geronimo und Indianer Victorio. Am Ende des Vernichtungskrieges durch die Spanier und Kreolen, stürzte sich Indianer Ju in eine Schlucht und fand dort den Tod. Indianer Geronimo starb in einem Reservat in New Mexico, in den Vereinigten Staaten. Der Indianer Victorio wurde durch Verrat von einem Großgrundbesitzer aus Chihuahua vor seiner Tochter getötet, als sie gerade ein Kind gebar. Alle drei, Victorios Tochter, ihr Baby und der Krieger selbst, erlitten einen gemeinsamen Tod. Während man ihre Rasse ausrottete, gab es nur wenige, die in den Vereinigten Staaten in Reservaten zurückgeblieben waren. Fortan trugen diese tapferen Krieger nur noch ihre Lederbekleidung, die der Farbe der Wüste angepasst war. Es ist sehr traurig, dass diese Epoche von den Historikern als dekadenter Untergang bezeichnet wird. Zuvor waren die Indianer immer schön gekleidet, sowohl die Männer als auch die Frauen. Jetzt zogen sie in Lumpen gekleidet, übriggeblieben aus den Abfällen ihrer Jagdbeute, übers Land. Sie waren lange nicht mehr die galanten Krieger von einst. Ausgerottet und vertrieben vom weißen Mann


Ein Gastbeitrag von Dr. med. Hilda Rosa Martínez González

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