Ben Affleck, selbst wegen Alkoholproblem immer wieder in der Presse, spielt in diesem Sportdrama einen Alkoholiker.

Out of Play – Der Weg zurück zählt am Ende zu jenen Kinofilmen, die mehr oder weniger der Coronakrise zum Opfer gefallen sind. In den USA startete der Film im März und wanderte dann relativ schnell ins Streamingangebot von Amazon. Der große Rahmen blieb dem Film von Gavin O’Conner also versagt, bedauerlich dürfte das am Ende aber eher für seinen Hauptdarsteller Ben Affleck sein, denn dessen Leistung ist durchaus beachtenswert.

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Genremäßig ist Der Weg zurück ein typisches US-Sportdrama, gepaart mit der Geschichte eines Alkoholikers. Unter einem Dutzend Bier enden die Abende von Jack Cunningham nämlich selten, dabei ist das harte Zeugs, dass er in einem Coffee-to-go-Becher tarnt, noch gar nicht mitgezählt. Die Gründe für sein Alkoholproblem erfährt der Zuschauer erst gegen Mitte des Films, Cunningham versucht den Verlust seines Sohnes im Alkohol zu ertrinken. Wenig erfolgreich.

Dabei scheint er auf einem guten Weg zu sein, als er die Stelle des Basketballtrainers an seiner ehemaligen Schule angenommen hat. Einst selbst ein riesiges Talent, formt er aus einer Truppe unreifer Jungs ein Playoff-Team.

Dieser Teil gehört eher zu den Schwächen von Der Weg zurück, erzählt Regisseur O’Conner im Grunde doch nur die Erfolgsgeschichte eines Sportteams, auf das niemand einen Cent gesetzt hätte, und deren überraschenden Erfolg doch nur in der x-ten Version. Erweckungserlebnis, heimlicher Top-Spieler, arroganter Sportler, der zum Teamplayer wird, bla bla bla. In dieser Hinsicht lässt der Film kein gängiges Klischee aus. Dankbar muss man höchsten dafür sein, dass O’Conner diesen Part des Films solide abarbeitet, statt in eine epische, und damit schwer verdauliche Breite zu gehen.

Unter diesem Gesichtspunkt kann man Der Weg zurück als einen handwerklich ordentlich gemachten Sportfilm sehen, in dem ein Team von Losern am Ende (wie erwartet) die Meisterschaft gewinnt. Nichts besonders, kann man sich angucken, wenn halt nix anderes im Angebot ist.

Sehenswert wird der Film durch die Verschmelzung von Ben Affleck mit seiner Figur Jack Cunningham, und deren Weg ins Leben. Tatsächlich gelingt Affleck eine großartige Leistung. Derart realistisch, dass man natürlich schnell mit dem Verdacht zur Hand ist, dass auch eigene Erfahrungen dort mit eingeflossen sind. Ein Geheimnis oder Hollywoodgerüchte sind dessen Alkoholprobleme nicht. Nicht erst im Vorfeld zu Der Weg zurück sprach Affleck offen über sein Alkoholproblem.


Der Weg zurück startet am 23. Juli in den deutschen Kinos.

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