Mit einem Online-Aktion wollen Würzburger Kulturschaffende auf ihre schwierige Situation aufmerksam machen. Angesprochen sind aber Künstler bundesweit.

„Die bayerische Staatsregierung hilft Kulturschaffenden. Manchen. In einigen Situationen. Nach außen hin erweckt der Bund, ebenso wie der Freistaat Bayern – durchaus geschickt – den Eindruck, viel für die Kultur zu tun. In der Praxis wächst der Frust über praxisfremde Hilfsangebote, die nur wenigen zu Gute kommen.“, klagt Ralf Duggen von Dachverband freier Würzburger Kulturträger, „Die Vielfalt der Lebens- und Einkommenssituationen der Kulturschaffenden wird nicht berücksichtigt. Darum fallen viele aus der Förderung.“

Um diesen Vorwurf zu belegen und publik zu machen, hat der Dachverband freier Würzburger Kulturträger jetzt die Webseite esreicht-nicht.de online gestellt. Dort sollen Kulturschaffende, nicht nur aus der Region Würzburg, beschreiben, weshalb sie durch das Rost der angekündigten Hilfen von staatlicher Seite fallen. Angesprochen werden sollen alle, neben den Künstlern also auch jene, die zum Beispiel bei Theatern oder bei Veranstaltern hinter der Bühne arbeiten, und von den aktuellen Einschränkungen wegen der Coronapandemie ebenso betroffen sind. „Es geht um alle, die in der Kultur- und Kreativbranche tätig sind: in den Bereichen Schauspiel, Bühnenbild, Regie, Text, Musik, Kabarett, Technik, Veranstaltung, Security, Presse, Fotografie, Design oder anderen Arbeitsfeldern.“, so Duggen.

Das Ziel ist eine Sammlung möglichst vieler Einzelfälle, die existierende Lücken in den Förderkonzepten deutlich machen – und der Bundesregierung wie den Länderregierungen zeigen, dass die derzeitig angebotenen Hilfen eben nicht ausreichen. Die Initiative startet zwar in Würzburg, richtet sich aber an alle Kulturschaffenden im gesamten Bundesgebiet. Sie soll auch für Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit sorgen, denn dort herrsche „gelegentlich herrscht ja leider immer noch Unverständnis, worüber sich die „Kulturheinis“ so aufregen“.

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