Mont Saint Michel – Es brauchte erst ein Loch im Kopf

Mont Saint Michel – Es brauchte erst ein Loch im Kopf

Vor der Küste der Normandie gelegen, gehört der Mont Saint Michel sicher zu den atemberaubendsten Werke menschlicher Architektur.

Wer auch immer eine Liste mit den Orten zusammenstellt, die jemand unbedingt besuchen sollte, der Mont Saint Michel gehört auf diese Liste. Doch glaubt man der Legende, war es gar nicht so einfach den ersten Baustein auf der Felseninsel zu legen. Der Erzengel Michael soll Bischof Aubert von Avranches ganze drei Mal die Aufforderung gebracht haben, dort eine Kirche zu errichten. Erst als er ihm sprichwörtlich eine Erinnerung in den Schädel brannte, soll dieser ihr endlich nachgekommen sein. Und tatsächlich gehört ein in späteren Jahrhunderten gefundener Schädel mit einem eingebrannten Loch heute zu den Reliquien, die diese einzigartige Insel beheimatet.

Das war im 8. Jahrhundert, die Reste der damals erbauten Kirche bilden heute das sprichwörtliche Herz der Insel, denn sie sind längst in den Untergrund gewandert. Heute prägt die im normannischen Stil erbaute Abtei das Bild der Felseninsel schon von weitem. Mit der Gemeinschaft von Jerusalem leben dort noch immer Mönche, nachdem in den 1960ern die Benediktiner ihren Rückzug angetreten haben. Vielleicht wäre es auch unpassend, eines der vielleicht beeindruckendsten Beispiele christlicher Architektur selbst im laizistischen Frankreich zu profanieren. Bilden die in den Himmel ragenden Bauten des Mont Saint Michel doch auch die Sehnsucht des Menschen nach Gott ab.

Ganz profan besuchen jährlich über 2 Millionen Menschen inzwischen die Insel, und drängen sich in den engen Gassen. Zu Coronazeiten ist natürlich auch der Mont Saint Michel für Touristen geschlossen. Doch mit den zunehmenden Lockerungen wird zweifellos auch dieses Meisterwerk der Architektur wieder Millionen in seinen Bann ziehen.

Redaktion

Redaktion

Als Redaktion hinter DenkZeit arbeiten wir für Sie daran ein möglichst interessantes und informatives Online-Magazin bereitzustellen. Jeden Monat stellen wir Ihnen ein Schwerpunktthema zusammen, darüber hinaus finden Sie aber auch in der Zeit dazwischen immer aktuelle Artikel auf unserer Seite.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.