Naja und dann wollt ich mir eigentlich in Ruhe einen Porno angucken und onanieren. Eigentlich….

Weil erst hat die depperte Rettung so laut tatütata gemacht, dass ich die Stereoanlage auf dreitausend Dezibel drehen musste, um nicht ständig daran erinnert zu werden, dass der alte Kerl vor meiner Tür schlaganfallisiert da am Boden herumzuckt. Der soll gefälligst woanders kollabieren – sonst sagen wieder alle ich bin Schuld weil einer bissl zu heftig rockt… Wie menschliches Junkfood behandeln die mich – jeder will mich, auch wenn alle sagen ich bin toxisch.

Quasi Gluten mit Titten und Muschi.

Abgesehen davon bin ich beunruhigt, weil ich nur noch einen einzigen Rauchmelder mein eigen (bzw. funktionstüchtig) nennen kann – ich hab Angst beim Wichsen an einer Rauchgasvergiftung zu ersticken.

Ja. Im Ernst.

Kohlenmonoxid als Todesursache – ist wie Schwangerschaft als Hochzeitsursache.

Domestizierter Abgang für Testosteronveganer.

Maja Siffredi

Im wirklichen Leben heißt die gebürtige Steirerin anders, als Maja Siffredi schreibt sie erotische Geschichten, die am ehesten unter „Porno-Satire“ schubladiesierbar scheinen und dem Jugendschutz schon mal die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Nach zahlreichen Stationen im In- und Ausland, wo die ausgebildete Köchin unter anderem auch als Barkeeperin und Model gearbeitet hat lebt und schreibt sie mittlerweile in Kärnten. Die erste Publikation „Frau mit Vogel sucht Mann mit Käfig“ erschien im Frühjahr 2017, im Herbst 2018 folgt „Fickfisch“. Dazwischen wurde auch im Séparée eine Kurzgeschichte veröffentlicht, sowie in der Anthologie „Wohin geht die Reise“.Geschrieben hat sie schon immer, erst für die Schublade, dann für den eigenen Blog „majasdirtylaundry.com“ aus dem auch die Idee zum ersten Buch entstand.
Maja Siffredi

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