Bernhard Schlafke

Bernhard Schlafke

Fotokunst: Wege der Erinnerung

Ich bin kein Fotograf im Sinne des Berufsbildes des Fotografen. Meinen ersten Fotoapparat erhielt ich mit 12 Jahren geschenkt. Seitdem sammle ich Bilder. Bilder die sich vor dem inneren Auge aufbauen. Bilder die von außen auf mich zukommen.

„Wer weiß, bis zu welchem Grad unsere Erinnerungen wirklich mit der Erinnerung zusammenhängen und wie viel sie mit unserer Fantasie zu tun haben und unserem Bedürfnis nach Trost.“ Gianrico Carofiglio in „Eine Nacht in Bari, Goldmann, 2010

„’s bucklig Männele“

„Herrgudd Kreuzsakredi!“ tönte es laut vernehmbar aus dem Gebüsch, als ich den Pfad den Berg hinaufstieg. Erschreckt blieb ich stehen. Mit spitzem Schrei purzelte kopfüber ein kleiner Kerl vor meine Füße. Sein struppiges Haar hing in das hagere Gesicht, aus dem eine auffallend spitze Nase hervorragte. Der gebeugte, schmächtige Körper reichte mir bis knapp über meine Knie.

Stille

Die Stille des Waldes, abseits der sicheren Wege, öffnete die Tür der Sinne.

Zeitensprung

„HALT ! Stehen bleiben!“ Hinter dem großen Felsen an der Wegbiegung auf dem Zollpfad zum Schloss der Gräfensteiner saß ein beleibter bärtiger Alter in braunem, grobleinenem Rock, der ihm bis über die kaum zu erkennende Hüfte reichte

Hinab